Wie auch bei iPhone gehört es zur Preispolitik von Apple, für mehr Festplattenspeicher einen deutlichen Aufpreis zu verlangen. Besonders bei MacBooks fällt das schwer ins Gewicht und eine 512 GB-SSD (oder mehr) schiebt den Preis deutlich nach oben. Wenn dein Mac zu wenig Speicher hat, erfährst du hier einen Weg, den Speicherplatz schnell und günstig zu erhöhen.

Der Podcast zum Thema:

 

Früher konnte man die Festplatte noch problemlos selbst auswechseln. In den neueren Modellen sind die SSDs fest verklebt und nicht mehr ohne weiteres zu auszutauschen. 128 GB sind seehr wenig und auch bei 256 GB stößt du wahrscheinlich schnell an die Kapazitätsgrenzen.

Seit macOS Sierra gibt es eine schnelle Möglichkeit, überflüssige Dateien zu löschen oder in die Cloud auszulagern. Mehr dazu kannst du hier nachlesen. Wenn es aber keine überflüssigen Dateien mehr gibt, muss mehr Speicher her!

Eine externe Festplatte mitzuschleppen ist auch auf Dauer wenig sinnvoll. Zuhause mag das ja noch gehen, aber unterwegs nervt ein ständig eingestöpseltes Laufwerk!

Die Lösung: passgenaue SD-Karte!

Eine einfache und sehr kostengünstige Lösung: Einfach eine SD-Karte einstecken und den neu entstandenen Speicherplatz nutzen. Nicht alle MacBooks haben einen SD-Karten-Slot. Besonders die   neuen, sehr dünnen Geräte (MacBook Pro 2016 mit Touchbar, Macbook) besitzen keinen SD-Slot mehr.

Am besten ist eine SD-Karte, die nicht oder kaum über den Rand des MacBooks herausragt. Allerdings ist die Tiefe der Speicherkartenleser ist bei fast jedem Modell unterschiedlich.

Der Hersteller Transcend bietet passgenaue SD-Karten für die einzelnen Modelle mit hohen Lese- und Schreibraten an.

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Hier findest du die SD-Karte Transcend JetDrive Lite in verschiedenen Größen.

Die 128 GB SD-Karte kostet aktuell etwas über 80 €, die 256 GB-Lösung knapp 170 €.

Eine weitere Möglichkeit: ein passgenauer Adapter für Micro-SD-Karten. Von PhotoFast erhältst du zusätzlich einen USB-Adapter, falls dein MacBook keinen SD-Slot hat.

Dann brauchst du aber noch eine Micro-SD-Karte in der gewünschten Größe. Hier gilt aber: Billiger ist nicht gleich besser, denn es kommt nicht nur auf die Kapazität, sondern auch auf die Geschwindigkeit an. Empfehlenswert ist beispielsweise die Micro-SD SanDisk Ultra.

Bei 64 oder 128 GB ist die Kombination aus Micro-SD-Karte und Adapter günstiger, bei 256 GB empfehle ich die Karte von Transcend.

Beachte: Wenn du den Speicher per SD-Karte erweiterst und Fotos von deiner Digitalkamera auf dein MacBook holen willst, musst du die Speichererweiterung entweder entfernen (Speicher vorher alle Dokumente!) oder du schließt die Kamera ganz altmodisch per USB-Kabel an.

Alternative: Mini USB-Stick

Wenn dein MacBook keinen SD-Kartenleser besitzt, kannst du den Speicher auch per Mini USB-Stick erweitern. Der Nachteil von USB-Sticks: Sie besitzen keinen Federmechanismus wie die SD-Karte und müssen herausgezogen werden. Deshalb können USB-Sticks nicht ganz im Gehäuse verschwinden. Bei den USB-Sticks ist meistens bei 128 GB Schluss, in Zukunft dürften aber die Hersteller ihre Modelle auch mit 256 GB herausbringen.

Besonders schnell ist der USB-Stick SanDisk Ultra Fit. Die 128 GB-Variante kostet nur knappe 30 €.

Nachteil bei der USB-Erweiterung: Ein USB-Port ist dauerhaft belegt und MacBooks sind nicht dafür bekannt, besonders üppig mit USB-Anschlüssen ausgestattet zu sein. Modelle wie das MacBook Pro 2016 und die kleinen MacBooks besitzen sowieso nur USB-C-Anschlüsse und benötigen für normale USB-Sticks einen Adapter.

Für die Speicher-Erweiterung an einem dieser MacBooks ohne Adapter brauchst du einen USB-C-Stick. Mittlerweile gibt es immer mehr Sticks mit USB-C-Anschluss. Sogenannte Dual-Sticks besitzen einen USB-C-Stecker und eine „normale“ USB-Verbindung.

Beim Schreiben sind USB-Sticks langsamer als SD-Karten, die Lesegeschwindigkeit unterscheidet sich nicht großartig.

Wie du den externen Speicher verwendest

Externe Speichermedium sind in unterschiedlichen Formaten vorformatiert, die meisten in FAT32 oder NTFS. Beide Dateiformate sind für macOS eher ungeeignet, deswegen solltest du die SD-Karte bzw. den Stick vor der ersten Verwendung neu formatieren.

Dazu öffnest du per Spotlight-Suche in das Festplattendienstprogramm. Wähle links dein externes Speichermedium aus und klick auf „Löschen“. Anschließend kannst du den Namen des Laufwerks verändern und das Dateiformat wählen.

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Für Apple ist das Dateiformat Mac OS Extended Journaled (bzw. OS X Extended) Standard. Wenn du die Karte/den Stick nicht unter Windows verwenden willst (bspw. um Dateien auszutauschen), empfehle ich dir bei der Formatierung Mac OS Extended. Andernfalls kannst du das MS-DOS-Dateiformat (FAT) wählen, hier ist die Größe pro Datei aber auf 4 GB limitiert.

Mit einem Klick auf „Löschen“ wird das externe Medium formatiert (alle Dateien werden dabei gelöscht!).

Am besten verwendest du den externen Speicherplatz jetzt für das Speichern von Mediendateien wie Filmen, Musik oder Fotos. Diese Dateien kannst du so auch einfach mit anderen Personen teilen.

Systemdateien und Programme empfehle ich dir, auf der „normalen“ Festplatte zu speichern. Ansonsten funktioniert dein System nicht reibungslos, wenn du die Karte/den Stick entfernt hast.

Achtung: Egal ob du einen USB-Stick oder eine SD-Karte eingesteckt hast – dein Mac geht nach drei Stunden nicht mehr automatisch in den Standby-Modus!

 

Fazit:

Bei knapp bemessenem Speicherplatz ist die Erweiterung per SD-Karte oder Mini USB-Stick eine günstige und praktische Möglichkeit, neuen Platz für Dateien zu schaffen.

Du belegst zwar einen Anschluss dauerhaft, wirst aber mit mehr Speicherplatz für Fotos, Filme und Co. belohnt.

Hast du auch bereits über eine Erweiterung deines Speichers nachgedacht? Oder hat dein Mac ausreichend Speicherplatz? Ich freue mich über deinen Kommentar 🙂

 

 

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