Bei dir ist der iCloud-Speicher voll oder du bist ständig im roten Bereich der Kapazitätsgrenze? In diesem Beitrag erfährst du wie du, wie du aufräumst und wieder Platz schaffst – egal ob du 5 GB, 50 GB oder mehr Speicher zur Verfügung hast.

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Gratis gibts nur 5 GB Cloud-Speicher

Die iCloud ist eine feine Sache und sichert Daten wie Fotos, Einstellungen, Passwörter und Lesezeichen vollautomatisch über das Internet. Besonders bei mehreren Apple-Geräten erleichtert die iCloud die Synchronisierung deutlich. 

Wichtige Dokumente kannst du über das iCloud-Drive sichern. Was viele nicht wissen: Die iCloud gibt’s auch für Windows. Mit der iCloud-Anwendung für Windows kannst du nicht nur auf deine gesicherten Fotos und Dokumente zugreifen, sondern auch Fotos vom PC in den Online-Speicher hochladen. Mehr Infos dazu findest du hier.

Wenn du dir eine Apple-ID erstellst bekommst du von Apple 5 GB gratis Cloudspeicher! Die Zeiten, als das Leute in Jubelsprünge versetzt hat, dürften 10 Jahre vorbei sein. Die Speicherkapazitäten beim iPhone steigen, die Internetverbindungen werden schneller und die Handyverträge bekommen mehr Inklusivvolumen spendiert. Nur Apple bleibt fest bei seinen mageren 5 GB iCloud-Speicher.

5 GB iCloud-Speicher voll: Ab zwei Geräten fast unvermeidbar

Für ein iPhone oder einen Mac reicht das vielleicht aus. Aber auch nur, wenn du weder Fotos noch Backup über die iCloud sicherst und synchronisierst. Spätestens beim zweiten Gerät oder nach einem großen Schwung Urlaubsfotos kommt unweigerlich die Schreckensmeldung, dass der iCloud-Speicher voll ist.

Bei mir belegt das iPhone-Backup alleine schon über 5 GB, das Backup meines iPads 4 GB, die iCloud Fotomediathek benötigt fast 10 GB und andere Dokumente und Daten belegen weitere 6 GB.

Mehr Speicher für die iCloud gibts im Abo

Pünktlich mit meinem zweiten Apple-Gerät (iPad) habe ich mir Luft im iCloud-Korsett verschafft und bin zum nächsthöheren Speicherplan übergegangen.

Natürlich lässt sich Apple das Speicherupgrade entlohnen. Die erste Stufe mit 50 GB kostet 0,99 Euro pro Monat. Mit mickrigem dem mickrigen Gratis-Speicher und dem fairen Preis für das erste Update ködert Apple seine Kunden sehr wirkungsvoll. Der Anteil an zahlenden iCloud-Kunden dürfte deshalb sehr hoch sein, besonders bei Nutzern von zwei oder mehr Apfel-Geräten.

Beim Speicherupgrade hast du die Wahl zwischen drei Modellen:

  • 50 GB Speicher für 0,99 € pro Monat
  • 200 GB Speicher für 2,99 € pro Monat
  • 1 TB Speicher für 9,99 € pro Monat

Früher gab es noch Modelle mit Jahresabos, mittlerweile bietet Apple aber nur noch Monatsverträge an. Dabei hast du auch den Vorteil, dass du monatlich kündigen kannst. Im Vergleich mit Wettbewerbern sind die Preise fair, Dropbox Pro kostet beispielsweise auch 9,99 € für 1 TB.

iCloud-Speicher verwalten

Den iCloud-Speicher verwaltest du bequem über die Systemeinstellungen.

icloud_verwalten

Über die Häkchen legst du fest, welche Informationen und welche Apps über die iCloud synchronisiert werden sollen. Je mehr Optionen du aktivierst, desto mehr Speicher wird potenziell belegt. Dienste wie Kalender, Notizen, Safari oder Schlüsselbund sind keine großen Speicherfresser und ich würde dir empfehlen, sie auf jeden Fall aktiviert zu lassen. Wo die größten Einsparpotenziale liegen, erfährst du in den kommenden Zeilen.

Die besten Methoden, um iCloud-Speicher zu schaffen

Mit 5 GB Kapazität wirst du ziemlich sicher irgendwann an den Rand der Kapazitätsgrenze kommen. Auch 50 GB können bei mehreren Apple-Geräten schnell weg sein. Mit den folgenden Tipps kannst du wieder etwas von deinem iCloud-Speicherplatz freiräumen.

Erster Schritt: Bestandsaufnahme

Bevor du wild irgendwelche Daten aus deiner iCloud löschst, solltest du zuerst eine Bestandsaufnahme machen und dir ansehen, welche Dienste wie viel Speicherplatz belegen. Wenn du in den Einstellungen zur iCloud auf „Verwalten“ klickst, bekommst du eine Übersicht über den Speicherverbrauch einzelner Dienste. 

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Ein Klick auf einen Eintrag in der Liste zeigt rechts weitere Details an. Einzelne Optionen kannst du hier deaktivieren.

Backup offline speichern

Die iCloud-Backups deiner mobilen Geräte wie iPhone und iPad sind sehr bequem. Wenn dein Gerät am Ladekabel hängt und mit einem WLAN-Netz verbunden ist, werden deine wichtigen Daten automatisch gesichert. So praktisch die iCloud-Backups sind, so speicherhungrig sind sie auch. Für die Sicherungen kommen schnell einige GB zusammen. Bei mir sind die Backups mit knapp 10 GB auf Platz 1 der größten Speicherfresser.

Ist dein iCloud-Speicher voll, schaufelst du mit dem Löschen der iCloud-Backups schnell einige GB frei. Dazu klickst du in der iCloud-Speicherverwaltung am Mac auf den Listeneintrag Backups und löscht dort einen oder mehrere Einträge. 

Wichtig: Wenn du das Backup über iCloud deaktiviert hast, solltest du 
iPhone, iPad und Co. unbedingt regelmäßig über iTunes sichern!

Schalte die Mac-Speicheroptimierung über iCloud aus

Seit macOS Sierra gibt es die praktische Funktion „Optimierter Speicherplatz“, die ich in einem früheren Beitrag vorgestellt habe. Wenn der Speicherplatz auf deinem Mac zur Neige geht, kannst du einzelne Dateien in die iCloud auslagern, die dann nur bei Bedarf heruntergeladen werden. Ist dein iCloud-Speicher voll oder schon hart am Limit, deaktivierst du die Funktion lieber.

Zu der Einstellung kommst du über  -> Über diesen Mac -> Festplatten, dort klickst du auf „Verwalten“.

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Unter „In iCloud speichern…“ deaktivierst du dann am besten beide Optionen.

Deaktiviere die Fotomediathek

Über die iCloud hast du deine Fotos immer parat und kannst sie online an jedem Computer und offline an jedem deiner Apple-Geräte abrufen.

Wenn du ein iPhone hast, mit dem du regelmäßig Fotos schießt, dürfte die Fotomediathek einer deiner größten iCloud-Speicherfresser sein. Über die Jahre sammeln sich mit Fotos und Videos schnell einige GB an.

Ist dann dein iCloud-Speicher voll und du brauchst dringend Speicherplatz, ist das Deaktivieren und Löschen der Foto-Mediathek in den iCloud-Einstellungen einer der schnellsten Erfolge.

Wenn du die Fotomediathek aktiviert hast und die Funktion behalten willst, kannst du bestimmt ein paar Fotos und vor allem Videos löschen, um wieder einige MB Platz su schaffen.

Entrümple das iCloud Drive

Über das iCloud Drive kannst du bestimmte Ordner von deinem Mac online sichern und so von überall darauf zugreifen. Vergleichen lässt sich das mit Online-Diensten wie Dropbox, wo du auch Ordner mit Dateien synchronisierst.

Je nachdem, wie viele und welche Dateien du über das iCloud Drive gesichert hast, lohnt es sich, mal zu entrümpeln. Häufig werden die Ordner „Desktop“ und „Dokumente“ automatisch in der iCloud gesichert. Schau vielleicht mal in deinen Dokumente-Ordner und mach dort einen Frühjahrsputz.

Eine Möglichkeit wäre, deine Ordner-Sicherung auf andere Dienste wie Dropbox oder Google Drive auszulagern.

Checke die iCloud-Belegung der restlichen Apps

Die größten Speicherfresser dürften bei den meisten Backups, Fotos und das iCloud Drive sein. Aber auch andere Apps können dafür sorgen, dass dein iCloud-Speicher voll wird.

Bei mir sichert zum Beispiel am iPhone WhatsApp sämtliche Chats mitsamt aller mehr oder weniger sinnvollen Fotos und Videos in der iCloud und belegt aktuell 1,2 GB. Als ich vor einem Jahr mein iPhone verloren hab und mir ein neues geholt habe, waren alle Chatverläufe in Windeseile wieder auf meinem Smartphone. Wenn ich aber in Speichernot wäre, würde ich wahrscheinlich als erstes die iCloud-Daten von WhatsApp löschen.

Scroll einfach durch die Liste in den iCloud-Einstellungen und trenne dich von unnötigen iCloud-Speicherräubern.

Fazit

5 GB kostenloser iCloud-Speicher sind zwar wenig und werden hoffentlich von Apple bald erhöht, aber mit ein paar Tricks kommst du auch damit aus. Entlarve die größten Speicherfresser und du kannst im Handumdrehen wieder einige MB Platz schaffen.

Wenn du auf den Komfort einer großen iCloud nicht verzichten willst, empfehle ich dir das 50 GB-Abo für 0,99 Euro im Monat.

Hast du dir mehr iCloud-Speicher zugelegt? Und mit welchen Tricks schaffst du dir Platz? Lass es mich wissen 🙂

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