Wer viel unterwegs arbeitet, ist auf eine lange Akkulaufzeit des Macs angewiesen. Grundsätzlich zeichnen sich alle MacBooks durch eine lange Laufzeit ohne externe Stromversorgung aus. Diese hängt jedoch stark von den verwendeten Programmen und verschiedenen Einstellungen ab. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du die Akkulaufzeit am MacBook deutlich erhöhen kannst.

1) Beleuchtung reduzieren

Einer der größten Stromfresser am Macbook ist der Bildschirm. Je stärker die Bildschirmbeleuchtung ist, desto heller ist auch die Anzeige. Gleichzeitig steigt auch der Energieverbrauch deutlich an. Besonders die Retina-Displays ziehen kräftig Strom.

Über die Funktionstasten F1 bzw. F2 kannst du die Helligkeit deines Screens steuern. Für eine möglichst lange Akkulaufzeit solltest du die Beleuchtung soweit es geht reduzieren. Besonders in dunklen Umgebungen kannst du die Helligkeit deutlich herunterschalten.

Die Tastaturbeleuchtung ist ein praktisches Feature, um auch bei Dunkelheit komfortabel tippen zu können. Auch hier gilt (wenn auch in geringerem Maße): Je weniger hell, desto weniger Energie wird verbraucht. Verwende die Taste F5, um die Tastaturbeleuchtung zu dimmen oder ganz auszuschalten.

2) Nicht benötigte Programme schließen

Mit OS X Mavericks hat Apple den sogenannten App Nap eingeführt. Lediglich die Programme, die im Vordergrund verwendet werden oder aktiv sind, bekommen die volle Energieversorgung. Bei Hintergrundprogrammen fährt das Betriebssystem die Aktivität automatisch zurück, um Batterielaufzeit zu sparen.

Der App Nap steigert die Akkulaufzeit deutlich, besonders wenn viele Programme geöffnet sind. Wenn du nicht benötigte Programme vollständig schließt, sparst du noch einmal mehr Energie.

Außerdem wird dadurch wieder Arbeitsspeicher frei, der den wirklich benötigten Programmen zu Gute kommt und besonders bei MacBooks mit geringer RAM-Ausstattung zu erhöhter Performance führt.

Am besten öffnest du das Menü „Sofort beenden“ mit dem Shortcut ⌘, ⌥  + ⎋. Markiere anschließend ein Programm und klicke auf Sofort beenden. Denke daran, vorher alle wichtigen Dateien zu speichern, denn macOS spart sich bei „Sofort beenden“ die vergewissernde Nachfrage.

Auch durch das Schließen von Browsertabs und -fenstern erhöhst du die Akkulaufzeit am MacBook.

3) Energiefresser beenden

Nicht nur die Programme im Vordergrund saugen wertvolle Milliamperestunden aus deinem Akku. Auch Dienste und Hintergrundprozesse können wahre Stromfresser sein.

Um energiehungrige Dienste aufzuspüren, öffne die Aktivitätsanzeige (am schnellsten per Spotlight-Suche). Wechsel nun in den Reiter „Energie“ und sortiere die Apps und Dienste nach dem durchschnittlichen Energiebedarf.

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So erkennst du die Energiefresser schnell und kannst sie mit einem Klick auf das X links oben beenden. Ich schalte unterwegs meistens Dienste wie Dropbox oder TimeMachine ab, es genügt, wenn die Dienste zu Hause am Schreibtisch bei externer Stromversorgung aktiv sind.

4) Energiespareinstellungen optimieren

Im Systemmenü von macOS befindet sich ein eigener Eintrag mit „Energie sparen“. Über diese Optionen hast du weitere Möglichkeiten, den Stromverbrauch zu senken.

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Beispielsweise legst du hier die Zeitspanne fest, nach der sich der Bildschirm bei Nichtbenutzung abschaltet. Die Option „Ruhezustand für Festplatten aktivieren“ schickt interne und extern angeschlossene Festplatten bei Nichtbenutzung in den Energiesparbetrieb.

Diese Option ist vor allem bei herkömmlichen HDDs sinnvoll, verwendest du ausschließlich SSDs, deaktivierst du sie am besten.

Sinnvoll ist auch die zweite Option: Im Batteriebetrieb wird so die Helligkeit des Displays für eine längere Laufzeit automatisch etwas reduziert.

Selbst im Ruhezustand kann dein MacBook bei minimalem Energieverbrauch bestimmte Aufgaben wie Backups oder das Abrufen von E-Mails erledigen. Für eine maximale Batterielaufzeit empfehle ich, den Power Nap bei Batteriebetrieb zu deaktivieren.

5) Externe Peripherie entfernen

USB-Sticks, externe Festplatten, iPhone – sind diese Geräte über USB verbunden, werden sie in der Regel über deinen Mac mit Strom versorgt. Um die Akkulaufzeit am MacBook zu erhöhen, entfernst du am besten alle angeschlossenen Peripheriegeräte beziehungsweise verwendest sie nur, wenn du sie unbedingt benötigst.

6) Software auf aktuellem Stand halten

Updates von macOS oder bestimmten Programmen beinhalten teilweise Optimierungen des Energieverbrauchs. Deshalb solltest du Betriebssystem und Apps stets auf dem aktuellen Stand halten. Unter Einstellungen > AppStore kannst du das Aktualisieren von Software auf Autopilot schalten.

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Programme, die du nicht über den AppStore installiert hast, musst du manuell aktualisieren. Viele Anwendungen suchen automatisch nach Updates und schlagen die Aktualisierung beim Programmstart vor. Ansonsten verbirgt sich die Update-Funktion meistens im Menü.

7) WLAN und Bluetooth deaktivieren

Drahtlosdienste wie WLAN und Bluetooth tragen auch ihren Teil zur Entleerung des Akkus bei. Wenn du gerade keine Internetverbindung benötigst oder unterwegs kein passendes Netzwerk in Reichweite ist, deaktivierst du WLAN am besten über die Menüleiste.

Verwendest du zu Hause Bluetoothgeräte wie Maus oder Tastatur, sucht dein MacBook auch unterwegs ständig nach diesen Devices. Deaktiviere über die Menüleiste oder über die Systemeinstellungen Bluetooth und schiebe diesem Verhalten so einen Riegel vor-

Kann ich die Lebensdauer des Akkus verlängern?

Selbst der leistungsfähigste Akku wird nach vielen Ladezyklen altersschwach und bringt nicht mehr die volle Leistung. Die Akkus in MacBooks besitzen nach etwa 1000 Ladezyklen nur noch 80 % der ursprünglichen Kapazität. Sinkt die Leistung noch weiter ab, hilft nur noch ein Austausch der Batterie.

Da der Akku bei den aktuellen MacBooks fest eingebaut ist, musst du den Austausch kostenpflichtig bei einem Apple Service Provider oder einem Apple Store in Auftrag geben.

Ein Ladezyklus entspricht einer vollständigen Aufladung von 0 auf 100 %. Nicht vollständige Zyklen werden addiert, zweimal halb aufladen ist also ein kompletter Zyklus.

Um deine Ladezyklen zu checken, öffnest du die Systeminformationen per Spotlight-Suche.

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Unter „Stromversorgung“ kannst du die Anzahl der Zyklen und den Zustand deines Akkus einsehen.

Sämtliche Notebooks von Apple besitzen eine intelligente Steuerelektronik, die Überladen oder Tiefenentladung bei normaler Benutzung verhindern.

Diese folgenden drei Tipps solltest du jedoch berücksichtigen, um die Alterung zu verlangsamen und die Lebensdauer deines Akkus zu verlängern:

  • Extreme Temperaturen vermeiden: Der Akku arbeitet am liebsten bei normaler Zimmertemperatur. Umgebungstemperaturen außerhalb von 0 und 35 °C solltest du deinem MacBook wenn möglich nicht zumuten, da sonst die Batterieleistung dauerhaft beeinträchtigt werden kann.
  • Richtig lagern: Benutzt du dein MacBook über längere Zeit nicht, sollte die Batterie zu etwa 50 bis 60 % geladen sein. So verhinderst du Tiefenentladung, die den Akku beschädigen kann. Außerdem solltest du das MacBook nicht bei extremen Temperaturen lagern.
  • Akku regelmäßig entladen: Verwendest du dein MacBook nur am Schreibtisch, empfiehlt es sich, das Notebook mindestens einmal pro Monat komplett zu entladen und wieder aufladen, um den Akku fit zu halten.

 

Was sind deine Geheimtipps, um die Akkulaufzeit am MacBook zu verlängern? Hinterlass mir einen Kommentar unter diesem Beitrag 🙂

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