Ein großer Vorteil von den modernen MacBooks ist ihre hohe Mobilität. Besonders die kleinen Modelle sind superleicht und passen in jede Tasche. So sind sie auch für den Einsatz unterwegs bestens geeignet. Wie du unterwegs auch mit deinem MacBook ins Internet gehen kannst, erfährst du hier.

Möglichkeit 1: öffentliche WLAN Netze

Im Gegensatz zu anderen Ländern gibt es in Deutschland nur vergleichsweise wenig kostenlose und öffentliche Netzwerke. In vielen anderen Ländern ist kostenloses Internet an öffentlichen Plätzen, am Flughafen, in Bussen oder in Restaurants selbstverständlich.

Ich war vor kurzem in Thailand und dort gibt es fast überall kostenloses Internet. Besonders in Städten ist die Gratis-WLAN-Dichte sehr hoch.

Dass es in Deutschland leider noch ganz anders aussiehts liegt zum großen Teil an unserer Rechtslage, denn der Betreiber eines öffentlichen Netzwerkes haftet stets für seine Nutzer.

Wenn ich ein öffentliches Netzwerk erstelle und jemand lädt darin illegal Musik runter oder begeht einen sonstigen Rechtsverstoß, werde ich zur Rechenschaft gezogen.

Um Deutschland im internationalen Vergleich wieder voranzubringen, wurde über das Gesetz schon öfter diskutiert. Die große Koalition hat bereits beschlossen, die sogenannte Störerhaftung abzuschaffen. Bisher ist die Gesetzesänderung aber noch nicht in Kraft getreten.

In den letzten Jahren ist die Anzahl der öffentlichen WLAN Netze dennoch etwas angestiegen. Testweise gibt es in allen ICE-Zügen zur Zeit kostenloses WLAN. An vielen Bahnhöfen hast du ebenfalls die Möglichkeit, umsonst ins Internet zu gehen, allerdings meistens nur eine beschränkte Zeit. Auch Restaurants und Cafés wie McDonald’s oder Starbucks stellen für ihre Gäste kostenloses Internet bereit.

Sogar Städte bieten manchmal kostenloses Internet in der gesamten Innenstadt an. Meistens musst du dich aber vor der Benutzung registrieren und die Nutzungsdauer ist beschränkt.

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Die großen Mobilfunk- und Internetanbieter wie Vodafone und Telekom haben ein Interesse daran, dass du unterwegs möglichst oft über WLAN surfst. Dadurch wird das mobile Internet entlastet und die Kosten für den Netzausbau sinken.

Die Anbieter schlagen dir deshalb vor, dass du dein Internet für andere Nutzer freigibst. Im Gegenzug kannst du alle anderen freigegebenen Netzwerke nutzen. Deine Internetgeschwindigkeit wird dadurch nicht beeinträchtigt. Du haftest auch nicht für mögliche Straftaten, die eine andere Person in deinem Netzwerk begeht.

In manchen Mobilfunkverträgen ist eine kostenlose Nutzung sämtlicher Hotspots des Mobilfunkanbieters enthalten. Die Telekom betreibt beispielsweise deutschlandweit über 20.000 Hotspots.

Besonders in großen Städten ist die Chance groß, dass du einen kostenlosen Internetzugang per WLAN findest. Ein Problem ist allerdings die Sicherheit. In öffentlichen Netzwerken werden Daten häufig nicht verschlüsselt übertragen. Beim Surfen solltest du deshalb darauf achten, das in der Adresszeile vor der URL https steht.

Online-Banking oder andere sensible Angelegenheiten führst du am besten nicht in öffentlichen Netzwerken durch.

Möglichkeit 2: Hotspot mit iPhone oder iPad erstellen

An deinem Smartphone hast du wahrscheinlich einen Vertrag mit mobilem Internet. Den Internetzugang kannst du mit deinem MacBook unterwegs teilen. Ich erkläre das jetzt am Beispiel iPhone, das ganze ist aber auch mit einem Android-Smartphone möglich.

In den Einstellungen findet sich ein Punkt „Persönlicher Hotspot“. Hier kannst du die Internetverbindung deines iPhones teilen. Für die Verbindung zum MacBook hast du drei Möglichkeiten. erstens kannst du ein WLAN Netzwerk erstellen, mit dem du dich dann von deinem MacBook aus verbinden musst.

In den Einstellungen zum persönlichen Hotspot legst du das WLAN-Passwort fest. Auf das WLAN Netzwerk können auch andere Geräte zugreifen. So kannst du entweder mit mehreren Geräten über das iPhone ins Internet gehen oder die Verbindung anderen Personen zur Verfügung stellen.

Ein Nachteil bei der WLAN-Verbindung: der Akku im iPhone wird deutlich schneller leer.

Eine Alternative ist die Verbindung via Bluetooth. Verbinde dich dazu über die Bluetooth-Einstellungen am iPhone mit deinem MacBook. Die Bluetooth-Verbindung ist etwas akkuschonender, dafür ist die Verbindungsgeschwindigkeit langsamer.

Wenn du den persönlichen Hotspot aktiviert hast und dein iPhone am MacBook ansteckst, verbindet sich das MacBook automatisch mit dem Hotspot. Dein iPhone wird dabei auch geladen, gleichzeitig wird aber der Akku deines MacBooks schneller leer.

Ein schmaler blauer Balken ganz oben auf deinem iPhone-Display zeigt dir an, wie viele Geräte gerade die Internetverbindung des Geräts nutzen.

Je nachdem, welchen Datentarif du bei deinem Smartphone hast, solltest du aber beim mobilen Hotspot vorsichtig sein. Dienste wie Dropbox oder automatische Updates schaltest du am besten ab. Ansonsten kann das Highspeed-Volumen auf deinem iPhone schneller weg sein als dir lieb ist.

Ich nutze für den mobilen Internetzugang am MacBook meistens mein iPad. Es hat eine SIM-Karte mit einem 3GB-Datentarif, der für das reine Surfen an iPad und MacBook völlig ausreicht. Das Internetvolumen meines iPhones ist bei mir dagegen meistens eher knapp.

Ich nutze unterwegs das geniale Programm „TripMode“. Mit TripMode kann ich konfigurieren, welche Programme Zugriff auf das Internet haben sollen und welche nicht. Meistens aktiviere ich nur den Browser oder das Mail-Programm. TripMode zeigt außerdem den Datenverbrauch von jedem genutzten Programm an.

TripMode kostet aktuell knapp 8 US-Dollar und ist nur auf der Homepage des Herstellers erhältlich. 

Möglichkeit 3: Surfstick

Eine weitere Möglichkeit für den mobilen Internetzugang am MacBook ist ein USB-Surfstick. Ein Surfstick ist nichts anderes als ein Empfangsgerät für Mobilfunksignale. Damit du mit dem Surfstick online gehen kannst, brauchst du noch einen Vertrag mit Datentarif. Es gibt immer wieder günstige Angebote für reine Datentarife, ich zahle für meinen Vertrag mit 3GB LTE nur rund 5€ pro Monat.

Eine gute Seite zum Tarifvergleich ist Verivox

Wenn dein Tarif LTE beinhaltet, solltest du am besten auch einen LTE-fähigen Surfstick kaufen. Die sind etwas teurer als die reinen UMTS-Sticks, bieten aber eine höhere Geschwindigkeit und eine bessere Netzabdeckung.

Die Installation von Surfsticks ist ganz simpel. Einfach in einen USB-Port einstecken und der Rest erledigt sich meistens von alleine. Bei manchen Tarifen ist bereits ein kostenloser Surfstick enthalten. Ansonsten kosten die reinen UMTS-Sticks zwischen 15 und 30 Euro, ein LTE-Stick liegt bei rund 50 Euro.

Möglichkeit 4: Mobiler WLAN-Hotspot

Eine noch weitgehend noch unbekannte Möglichkeit für Internet unterwegs ist ein mobiler WLAN-Hotspot. Dabei handelt es sich um ein kleines akkubetriebenes Gerät, in das eine SIM-Karte eingesetzt wird. Das erzeugt ein WLAN Netzwerk, mit dem du dich dann am MacBook verbinden kannst.
Ein Vorteil bei diesen mobilen Hotspots ist, dass mehrere Geräte gleichzeitig auf die Internetverbindung zugreifen können. Die meisten Hotspots besitzt eine Laufzeit von mehreren Stunden, danach müssen sie wieder aufgeladen werden.

Ein großer Vorteil im Vergleich zu mobilen Hotspot über das iPhone: der Akku des iPhones wird nicht so schnell leer. Wenn du häufiger mobiles Internet an mehreren Geräten nutzen willst, empfehle ich dir die Anschaffung eines mobilen Hotspots.

Die Geräte sind in der Anschaffung etwas teurer als Surfsticks. Ein Hotspot ohne LTE kostet rund 40 €, ein Hotspot mit LTE Funktion etwa 90 €. Bei bei manchen Internetverträgen erhältst du einen kostenlosen Hotspot, so habe auch ich mein Gerät erhalten.

Hier findest du meine Kaufempfehlungen zu Surfsticks und mobilen Hotspots.

Fazit:

Du hast also viele Möglichkeiten, um mit einem MacBook unterwegs ins Internet zu gehen. Als erstes suchst du am besten deine Umgebung nach kostenlosen WLAN Netzwerken ab.
für den gelegentlichen mobilen Internetzugang reicht der mobile Hotspot am iPhone völlig aus.
Wenn du aber öfter unterwegs surfen willst, dann lohnt sich die Anschaffung eines Surfstick oder eines Hotspots mit Datentarif.

 

Links aus der Podcast-Episode:

Tripmode
Verivox

 

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